Wie Attractify entstand

Wie Attractify entstand

Kennst du diese Situationen im Alltag, in denen du dich fragst: Warum einfach, wenn’s auch kompliziert geht? Wir auch. Und das ist auch gut so - denn in genau diesen Situationen entstehen Ideen, um Dinge besser zu machen. Zumindest ist so Attractify entstanden.

Wie kann es sein, dass…?

Aber holen wir zunächst ein wenig weiter aus. Mein Kollege und ich arbeiten bei inovex, einem IT-Projekthaus, das schon vielen Kunden:innen den Weg in die Digitalisierung sehr erfolgreich geebnet hat. In Projekten stehen wir vor allerlei Herausforderungen, methodisch und technologisch.

Eines dieser Projekte befasste sich mit dem Ausspielen von Marketing-Kampagnen, bei denen eine definierte Anzahl von Kunden:innen einen Gutschein einmalig einlösen können. Klingt einfach, oder? Die Suche nach einem passenden System blieb leider erfolglos. Die meisten Kampagnen-Systeme waren teuer, schwergewichtig und komplex in der Integration. Um ein paar Probleme zu nennen: neben der oft aufwendigen Integration sind viele viele Tools in der Bedienung so komplex, dass sie weiterer Kompetenzen bedürfen, die das Team in der Regel nicht an Bord hat. Häufig ist daher ein intensiver und zeitaufwendiger Austausch zwischen Anbietern, Entwicklungsteam und der Fachabteilung notwendig, was leicht zu Verzögerungen führen kann. Zudem ist die DSGVO-Konformität mit US-basierten Server-Standorten ein weiterer Diskussionspunkt. Und nicht zu vergessen ist die Integration in die bestehende Systemlandschaft.

Während man auch mit einem nicht ganz passenden System zurecht gekommen wäre, entwickelten wir ein eigenes System, dass die meisten Anforderungen bediente - noch sehr simpel, ohne eine aufwendige UI, nur die benötigte Funktionalität. Zwei Wochen später ging das System live, zwei Tage vor Livegang wurden die letzten Features noch eingebaut. Problem gelöst. Die unbeantwortete Frage, die immer noch im Raum stand: wie kann es sein, dass hier ein so großer, unbefriedigter Bedarf bei einem etablierten Unternehmen besteht, obwohl weder das Thema Marketing-Kampagnen neu, noch die technische Umsetzung so komplex ist?

Was ist eigentlich des Pudels Kern?

In den folgenden Wochen durchforsteten wir das Web. Online-Marketing, Kampagnensysteme, CRMs und noch viele weitere Buzzwords standen auf der Agenda. Parallel zu unserer Recherche befragten wir einige Kontakte aus den Bereichen Content-Management und Online-Marketing wie denn aktuell Aktionen auf unternehmenseigenen Webseiten ausgespielt werden, wie das Tracking funktioniert, welche Systeme und Tools im Einsatz sind, wie das Thema Datenschutz gehandhabt wird, wie Erfolg gemessen wird und wo es Probleme gibt. Schon nach den ersten Gesprächen wurde klar: wir sind da an etwas dran, aber noch nicht am Ziel.

Durch unsere Recherchen im Web und per Interview kristallisierte sich immer weiter heraus, dass das Kernproblem viel früher entsteht, weit vor der Entwicklung einer Marketing-Kampagne: bei dem Verständnis, wer die Zielgruppe, die man ansprechen möchte, überhaupt ist und was ihm wichtig ist. Mit anderen Worten, die Customer Journey der eigenen User ist vielen KMUs derzeit noch unklar. Und zurecht. In den letzten Jahren wurde es immer einfacher (und dank DSGVO wieder schwieriger), Daten über seine Kunden:innen zu erfassen. Daten auf der Website, in der App, im SmartTV, sogar im Offline-Store über die Kundenkarte. Aber was man aus diesen Daten machen kann und vor allem, wie das geht, stellt viele Unternehmen vor eine große Herausforderung. Das war unsere erste Erkenntnis. Unsere zweite Erkenntnis war, dass derzeitige Anbieter von Tools sehr schwergewichtige Lösungen anbieten. Viele Integrationen in andere Tools, viele Features, viele Angebotspakete, viel Implementierungsaufwand, viele Möglichkeiten. Unserer Meinung nach: zu viel für den Anfang. Und genau hier möchten wir ansetzen.

Unsere Lösung: der Überblick

Attractify ermöglicht es, die digitale Customer Journey eines Users zunächst zu verstehen, um diese anschließend gezielt durch personalisierte Marketing-Aktionen zu verbessern - alles in einem Tool. Unser Ziel ist es, mit leichtgewichtigen Technologien schwergewichtige Mehrwerte zu schaffen. Nicht andersrum.

Was ist grundsätzlich möglich? Hier ein grober Überblick:

  1. Erfassung der wichtigsten Schritte eines Users über verschiedene Channels hinweg (z.B. Mobile, Web), wie beispielsweise den Login oder den Checkout
  2. Erstellung eines User-Profils und Zuordnung bestimmter Charakteristika, wie beispielsweise Alter, Region
  3. Segmentierung der User-Profile in unterschiedliche Zielgruppen, wie beispielsweise oft wiederkehrende Kunden:innen
  4. Erstellung, Testen, Ausspielen von personalisierten Marketing-Aktionen, wie beispielsweise von Gutscheinen
  5. Auswertung und kontinuierliche Optimierung der Marketing-Kampagnen und Zielgruppen

Einen Deep-Dive in die unterschiedlichen Funktionalitäten gibt es in unserem Buzzword-Bingo.

Foto von Faris Mohammed auf Unsplash

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