Buzzword-Bingo: was bedeutet … eigentlich? Vierter Akt.

Buzzword-Bingo: was bedeutet … eigentlich? Vierter Akt.

Dieser Post ist Teil einer Serie von Posts zu verschiedenen Begrifflichkeiten einer Customer Data Platform. Die weiteren Posts der Serie findest Du hier:

Action: die richtigen User im richtigen Moment mit der richtigen Aktion ansprechen

Hat man nun mit Hilfe eines Funnels und Traits eine Audience definiert, möchte man diese nun auch gezielt ansprechen, um ihnen einen Mehrwert zu bieten. Dafür kommen sogenannte Aktionen oder Actions zum Einsatz. Diese sind entweder Elemente auf der Webseite oder der App, die den entsprechenden Usern einer definierten Audience angezeigt werden oder es sind versteckte Personalisierungen, die dem User das Leben einfacher machen sollen.

Ein klassisches Beispiel für eine sichtbare Aktion ist die Anzeige eines Hinweises, dass noch Produkte im Warenkorb sind und ob man nicht mit diesem kleinen Gutschein die Bestellung abschließen möchte. Dabei wird der Gutscheincode entweder einmalig statisch hinterlegt oder bei Interesse des Users dynamisch generiert, sodass dieser nur einmalig einlösbar ist.

Ein Beispiel für eine versteckte Aktion wäre die Vorauswahl der potentiellen Wunschgröße bei jedem Besuch einer Produktdetailseite. Hier wird der User nicht in seinem Handeln unterbrochen, man macht ihm aber aktiv sein Leben leichter, da nicht jedes Mal die Größe erneut auswählen muss.

Die Interaktion mit einer Aktion wird wiederum getrackt, um natürlich auszuwerten, wie erfolgreich eine Aktion war. Zudem kann sichergestellt werden, dass dem User gewisse Aktionen nicht mehrfach angezeigt werden, wenn er bereits mit dieser interagiert hat, was die User Experience verbessert.

Targeting: den Kontext des Users einbeziehen

Oben haben wir gesehen, dass eine Aktion an eine Audience ausgespielt werden kann. Allerdings gibt es noch weitere Kriterien, die dafür sorgen, wann und wem eine Aktion ausgespielt wird. Diese Kriterien beziehen sich auf den aktuellen Kontext, in dem sich ein User befindet.

Beispiele können die aktuelle Unterseite der eigenen Website sein, die Region, in der sich der User aufhält oder ein gewisses Zeitfenster.

Das Targeting hilft euch, noch besser zu bestimmen, wann ihr einen User mit einer Aktion kontaktieren möchtet, um ihn nicht abzulenken oder zu unterbrechen.

Ein Beispiel: man könnte einem Schwaben eine Aktion zu einem Kehrwochen-Schild anbieten, aber der Hamburger wäre darüber verstimmt. Hier fließt also die Region mit in die Ausspielung mit ein. Weiterhin kann es eine Aktion geben, dass zu jeder Bestellung über 50 EUR eine Gratis-Tüte Chips beigelegt wird. Es ergibt Sinn, diese Aktion aber nicht schon zu den gewöhnlichen Frühstückszeiten auszuspielen. Zu diesen Zeiten könnte eine Packung Kaffee als Goodie beworben werden.

Capping: Halt, stop!

Das Capping ist eine weitere Stellschraube beim Ausspielen von Aktionen. Hier wird festgelegt, wie oft ein oder alle User eine Aktion insgesamt ausgespielt bekommen.

Ein Beispiel: Das wird besonders dann relevant, wenn man dem User einen Gutschein schenken möchte. Hier sollte nur ein Gutschein pro User verschenkt werden. Der User sollte nicht die Möglichkeit haben, mehrere Gutscheine einzulösen. Zudem kann es sein, dass man eine vorher definierte Menge an Gutscheinen an alle User ausspielen, gleichzeitig aber sicherstellen möchte, dass diese Menge nicht überschritten wird. Dafür legt man beim Capping fest, wer was wie oft ausgespielt bekommt.

Da Aktionen nicht nur eingelöst, sondern diese auch bei Desinteresse abgelehnt werden können, kann im Capping auch definiert werden, dass ein User nach einer Ablehnung diese Aktion nicht noch einmal angezeigt bekommt.

Foto von Anna Onishchuk auf Unsplash

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