Buzzword-Bingo: was bedeutet … eigentlich? Dritter Akt.

Buzzword-Bingo: was bedeutet … eigentlich? Dritter Akt.

Dieser Post ist Teil einer Serie von Posts zu verschiedenen Begrifflichkeiten einer Customer Data Platform. Die weiteren Posts der Serie findest Du hier:

Audience: welche User lassen sich in einer Zielgruppe zusammenfassen?

Eine Audience ist eine Menge an Userprofilen, die genau definierten Kriterien entsprechen. Sie dient dazu, eine (Marketing-) Aktion zielgerichtet ausspielen zu können. Denn je genauer die Zielgruppe zugeschnitten ist, desto höher ist auch die Chance, den Geschmack des Users zu treffen und ihm so einen richtigen Mehrwert bieten zu können.

Wie oft haben wir schon Werbeanzeigen gesehen, die uns absolut überhaupt nicht interessieren, wir aber genau wissen, dass diese nicht zufällig ausgewählt wurden, sondern auf unserem Verhalten in der Vergangenheit basieren. Der Klassiker: Ich habe neulich ein Tablet gekauft und bekomme nun überall Tablets angezeigt. Die Wahrscheinlichkeit, dass ich sofort drei Weitere kaufe, dürfte sehr begrenzt sein.

Daher ist es wichtig eine Audience so zu definieren, dass sie die Zielgruppe, die ich ansprechen möchte, möglichst genau beschreibt.

Die Definition einer Audience baut auf den beiden Kernkomponenten eines Userprofils auf: den Events und den Traits des Users.

Ein Beispiel: Wir möchten alle User der Audience “Almost There iPad BaWü” hinzufügen, die aus Baden-Württemberg kommen, ein iPad in den Warenkorb gelegt und den Checkout begonnen, aber nicht abgeschlossen haben. Hier können wir einen Funnel definieren, der die Events in der Reihenfolge

  1. Ein iPad in Warenkorb gelegt
  2. Adresse in Checkout eingeben
  3. Bestellung abgeschickt

erfordert, nicht aber das Event “Bestellung abgeschickt” enthält. Zudem fügen wir den User Trait “Region: Baden-Württemberg” zu den Bedingungen hinzu. Somit enthält diese Audience alle Bestellabbrecher aus Baden-Württemberg, denen man beim nächsten Besuch einen kleinen Gutschein auf schwäbisch anbieten könnte, damit sie die Bestellung doch abschließen.

Der Funnel: die feste Abfolge von Events

Wie oben schon beschrieben ist ein Funnel eine Reihe von Events, die chronologisch geordnet vorkommen müssen.

Das Beispiel mit dem User, der Produkte in den Warenkorb legt, den Checkout beginnt aber nicht abschließt, kann über einen Funnel sehr gut beschrieben werden. Es ist wichtig, dass die Reihenfolge eingehalten wird, denn sonst werden User, die vielleicht den Bestellvorgang lediglich unterbrochen haben, um noch ein weiteres Produkt in den Warenkorb zu legen, dann aber zurückkehren, ebenso hinzugezählt.

Beim Aufbau eines Funnels können auch die Event Properties, also die Zusatzinformationen, als Kriterien mit einfließen und den Funnel weiter spezifizieren.

Ein Beispiel: Ich möchte nicht alle Bestellabbrecher mit einem Gutscheincode animieren, sondern nur die User, die mindestens Produkte in einem Warenwert von über 100 EUR in den Warenkorb gelegt haben.

Foto von American Heritage Chocolate auf Unsplash

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