Buzzword-Bingo: was bedeutet … eigentlich? Erster Akt.

Buzzword-Bingo: was bedeutet … eigentlich? Erster Akt.

Dieser Post ist Teil einer Serie von Posts zu verschiedenen Begrifflichkeiten einer Customer Data Platform. Die weiteren Posts der Serie findest Du hier:

Wenn man eine Plattform entwickelt und über die verschiedenen Funktionalitäten spricht, entwickelt man häufig recht schnell ein spezielles Vokabular, um die Features zu umschreiben. Oft verwendet man die am Markt gängigen Bezeichnungen, manchmal schleicht sich aber auch eine Eigenkreation ein. Während diese Begrifflichkeiten für einen selbst und für das Team klar sind, kommt es doch auch vor, dass Außenstehende zunächst “nur Bahnhof” verstehen. Damit ihr auf unseren Zug aufspringen könnt, haben wir die wichtigsten Begriffe für euch zusammengefasst.

Das Event: was macht der User eigentlich?

Events beschreiben sehr granular, was ein User auf deiner Webseite oder in der App macht. Dabei wird aber nicht jede Aktion, die der User unternimmt, erfasst, sondern nur das, was vorher definiert wurde. Denn es gibt viele Aktionen, die irrelevant sind oder aus Datenschutzgründen einfach nicht erfasst werden sollten. Daher macht es Sinn nur die Events zu erfassen, die für eine weitere Charakterisierung des Users wichtig sind. Events sind quasi der Rohstoff, den man mit einer entsprechenden Auswertung nutzen kann, um die eigenen User besser verstehen und ansprechen zu können.

Ein Beispiel: In einem Online-Shop würde man beispielsweise wissen wollen, welche Kategorien und Produktdetailseiten sich der User angeschaut hat oder wie hat sich der User im Checkout verhalten. Hat er den Checkout erfolgreich abgeschlossen oder hat er abgebrochen? Und wenn er abgebrochen hat, an welcher Stelle hat er abgebrochen?

Die Event-Definitionen: wie definiere ich ein Event?

Eine Event-Definition enthält alle Kontextinformationen, die zu einem Event erfasst werden sollen. Klassischerweise besteht eine Event-Definition aus dem Event-Namen und einer Liste an Informationen, die man für ein Event benötigt. Diese Informationen nennt man Event-Properties. Eine sorgfältige Definition der Event-Properties ist essentiell, denn hier wird festgelegt, welchen Datentyp (z.B. Zahl vs. Text) diese Properties haben sollen.

Ein Beispiel: Bleiben wir bei dem Checkout unseres Onlineshops. Das Event nennt sich “Checkout” und die Event-Properties sind beispielsweise “Ausgegebener Betrag” (Zahl) und “Anzahl gekaufter der Artikel” (Zahl).

Man bedenke: es ist ein Unterschied, ob ich einen Warenkorbwert als Text oder als Zahl erfasse. Denn eine Zahl kann ich später einfach aufsummieren, um beispielsweise das Gesamt-Bestellvolumen des Users über seine Lebenszeit zu berechnen. Liegt jedoch der Warenkorbwert als Text vor, ist dies nicht möglich.

Da man sehr viele Events erfassen kann, ist es hilfreich, alle Events zentral an einer Stelle im System zu definieren. Das hilft nicht nur dem Marketing, beim “eben mal schnell” nachschauen, welche Events es bereits gibt, sondern auch dem Entwickler bei der Integration.

Ein weiterer Vorteil einer Event-Definition ist, dass sichergestellt wird, dass nur die vorher definierten Events erfasst werden. Beispielsweise kommt es häufig vor, dass ein Marketing-Manager “Checkout_Completed” als Event angibt, aus Versehen aber “Checkout_Complet” daraus wird. Insgesamt kann man bei client-seitigem-Tracking nie ausschließen, dass nicht doch jemand ein manipuliertes Event versucht abzuschicken. Ist das Event aber zuvor definiert worden, werden unbekannte Events oder Events deren Properties nicht gewissen Kriterien entsprechen, abgelehnt. Das hilft ungemein die Datenqualität sicherzustellen. Qualitativ hochwertige Daten sind sehr wichtig für die späteren Schritte.

Foto von Sharon McCutcheon auf Unsplash

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